Recht­li­ches: Nicht­be­an­stan­dungs­re­ge­lung zur Kas­sen­SichV im Sep­tem­ber 2020

Das BMF hat im Sep­tem­ber 2020 (datiert 18. August 2020) einen klar­stel­len­den Erlass ver­öf­fent­licht (zum ursprüng­li­chen Schrei­ben vom 6. Novem­ber 2019), der noch­mals auf die Frist der Nicht­be­an­stan­dungs­re­ge­lung am 30.09.2020 hinweist.

Max Stainer

Max Stai­ner

Sales Manger

Ein Groß­teil der Bun­des­län­der hat nun auf die Neu­ver­öf­fent­li­chung der der Nicht­be­an­stan­dungs­re­ge­lung des BMF zur Kas­sen­SichV reagiert. Lesen Sie im Fol­gen­den die Mel­dun­gen der ein­zel­nen Länder und wie dies sich auf die Imple­men­tie­rung der tech­ni­schen Sicher­heits­ein­rich­tung (TSE) auswirkt.

Baden-Würt­tem­berg

Das Minis­te­ri­um der Finan­zen Baden-Würt­tem­berg hat am 11. Sep­tem­ber 2020 einen klar­stel­len­den Erlass her­aus­ge­ge­ben. Somit bleibt es in Baden-Würt­tem­berg dabei, dass bei Ein­hal­tung der Vor­aus­set­zun­gen des Erlas­ses vom 10. Juli 2020 die Imple­men­tie­rung der tech­ni­schen Siche­rungs­ein­rich­tung so schnell wie mög­lich und spä­tes­tens bis zum 31. März 2021 erfol­gen muss. Dies wurde uns auf unsere Anfra­ge mitgeteilt.

Bayern

Mel­dung vom 16. Sep­tem­ber 2020

Klar­stel­lend weise ich darauf hin, dass der Erlass des Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­ums der Finan­zen und für Heimat vom 10. Juli 2020 sowohl mit dem ursprüng­li­chen BMF-Schrei­ben vom 6. Novem­ber 2019 (BStBI I 2019, S. 1010) als auch mit dem neu­er­li­chen BMF-Schrei­ben vom 18. August 2020 im Ein­klang steht und (wei­ter­hin) unein­ge­schränkt gilt.

Berlin

Mel­dung vom 20. Sep­tem­ber 2020

Klar­stel­lend wird darauf hin­ge­wie­sen, dass die Senats­ver­wal­tung für Finan­zen Ber­li­ner Betrie­ben bei der tech­ni­schen Umstel­lung der Kas­sen­sys­te­me Corona-bedingt wei­ter­hin mehr Zeit gewährt. Dies gilt jedoch nicht für Steu­er­pflich­ti­ge, die bisher untä­tig geblie­ben oder bereits nega­tiv auf­ge­fal­len sind. Die All­ge­mei­ne Ver­fü­gung vom 22.07.2020 ver­öf­fent­licht im Amts­blatt für Berlin ABl. Nr. 32 / 31. Juli 2020, Seite 4141, gilt weiterhin.”

Bran­den­burg

Mel­dung vom 16. Sep­tem­ber 2020

Die Ver­fü­gung stehe nach Auf­fas­sung des Minis­te­ri­ums sowohl mit dem ursprüng­li­chen BMF-Schrei­ben vom 6. Novem­ber 2019 als auch mit dem neu­er­li­chen BMF­Schrei­ben vom 18. August 2020 (BStBl. I 2020, S. 656) im Einklang.”

Bremen
In Bremen ist bis 30. Sep­tem­ber 2020 ein geson­der­ter Antrag not­wen­dig. Ein indi­vi­du­el­ler Antrag nach § 148 AO, der detail­liert begrün­det werden muss, ist beim zustän­di­gen Finanz­amt zu stel­len. Die Not­wen­dig­keit einer Cloud-TSE reicht, unse­ren Infor­ma­tio­nen nach, aus als Här­te­fall ein­ge­stuft zu werden, was zu einer Frist­ver­län­ge­rung führt.
Ham­burg

Mel­dung vom 11. Sep­tem­ber 2020

Klar­stel­lend weise ich darauf hin, dass der Erlass der Finanz­be­hör­de Ham­burg vom 10. Juli 2020 (Az. S 0319 – 2020 / 003 – 51) sowohl mit dem ursprüng­li­chen BMF-Schrei­ben vom 6. Novem­ber 2019 (BStBl. I 2019, S. 1010) als auch mit dem neu­er­li­chen BMF-Schrei­ben vom 18. August 2020 im Ein­klang steht und (wei­ter­hin) unein­ge­schränkt gilt.”

Übersicht Erlasse
Hessen

Mel­dung vom 14. Sep­tem­ber 2020

Klar­stel­lend weise ich darauf hin, dass der Erlass des Hes­si­schen Minis­te­ri­ums der Finan­zen vom 10. Juli 2020 sowohl mit dem ursprüng­li­chen BMF-Schrei­ben vom 6. Novem­ber 2019 (BStBl I 2019, S. 1010) als auch mit dem neu­er­li­chen BMF-Schrei­ben vom 18. August 2020 im Ein­klang steht und (wei­ter­hin) unein­ge­schränkt gilt.”

Meck­len­burg-Vor­pom­mern

Mel­dung vom 17. Juli 2020 ist aktu­ell:

Im Grund­satz bleibt es dabei, dass die tech-nisch not­wen­di­gen Anpas­sun­gen und Aufrüs-tungen der elek­tro­ni­schen Auf­zeich­nungs­sys-teme, soweit mög­lich, umge­hend durch­ge­führt werden müssen und die recht­li­chen Vor­aus­set-zungen unver­züg­lich zu erfül­len sind. Die Nach-weise sind mit der Ver­fah­rens­do­ku­men­ta­ti­on zur Kas­sen­füh­rung nach den all­ge­mei­nen Auf-bewah­rungs­fris­ten auf­zu­be­wah­ren und auf Ver-langen vorzulegen.”

Nie­der­sach­sen
Ergän­zen­de Hin­wei­se vom 11. Sep­tem­ber 2020 auf der Web­site des Lan­des­amts für Steu­ern Niedersachsen.
 
“Klar­stel­lend weise ich darauf hin, dass die in meinem Infor­ma­ti­ons­schrei­ben vom 10. Juli 2020 beschrie­be­nen Vor­ga­ben sowohl mit dem ursprüng­li­chen BMF-Schrei­ben vom 6. Novem­ber 2019 (BStBl I 2019, S. 1010) als auch mit dem neu­er­li­chen BMF-Schrei­ben vom 18. August 2020 im Ein­klang stehen und — wei­ter­hin — unein­ge­schränkt gültig sind.”
Nord­rhein-West­fa­len

Mel­dung vom 11. Sep­tem­ber 2020

Klar­stel­lend weise ich darauf hin, dass mein Erlass vom 10. Juli 2020 sowohl mit dem ursprüng­li­chen BMF-Schrei­ben vom 6. Novem­ber 2019 (BStBl I 2019, S. 1010) als auch mit dem neu­er­li­chen BMF-Schrei­ben vom 18. August 2020 im Ein­klang steht und (wei­ter­hin) unein­ge­schränkt gilt.”

Rhein­land-Pfalz

Mel­dung vom 22. Juli 2020

Unter­neh­men in Rhein­land-Pfalz erhal­ten mehr Zeit für die Aus­rüs­tung elek­tro­ni­scher Kas­sen­sys­te­me mit einer zer­ti­fi­zier­ten tech­ni­schen Sicher­heits­ein­rich­tung (TSE).

Saar­land

Auf unsere Anfra­ge wurde mit­ge­teilt, dass das Saar­land nach wie vor an dem Erlass fest­hält. Mit dem Ver­weis auf fol­gen­de Web­sites des Minis­te­ri­um der Finan­zen und Europa Saarland:

Aktu­el­le Mel­dun­gen: Mel­dung vom 14. Juli 2020

FAQs zum Thema: Auf­rüs­tung der Kas­sen­sys­te­me mit einer tech­ni­schen Sicher­heits­ein­rich­tung (TSE)

Sach­sen

Die Rege­lung gilt in Sach­sen unein­ge­schränkt weiter. Die Ver­bän­de, u.a. die Steu­er­be­ra­ter­kam­mer, wurden dar­über am 16. Sep­tem­ber 2020 in einem offi­zi­el­len Schrei­ben informiert.

Sach­sen-Anhalt

Mel­dung vom 18. Sep­tem­ber 2020

Klar­stel­lend weise ich in diesem Zusam­men­hang darauf hin, dass der Erlass des Minis­te­ri­ums der Finan­zen des Landes Sach­sen-Anhalt vom 17. Juli 2020 sowohl mit dem ursprüng­li­chen BMF-Schrei­ben vom 6. Novem­ber 2019 als auch mit dem neu­er­li­chen BMF-Schrei­ben vom 18. August 2020 im Ein­klang steht und (wei­ter­hin) unein­ge­schränkt gilt.”

Schles­wig-Hol­stein

Auf unsere Anfra­ge wurde uns mit­ge­teilt: Der Erlass des Landes Schles­wig-Hol­stein vom 10. Juli 2020 (VI 328 — S 0319 – 006, 36488/2020) steht nicht im Wider­spruch zu der Auf­fas­sung des BMF und gilt daher in Schles­wig-Hol­stein unverändert.

Thü­rin­gen

Mel­dung vom 16. Sep­tem­ber 2020

Klar­stel­lend weise ich darauf hin, dass der TFM-Erlass vom 23. Juli 2020 – S 0319 – 02 – 25.14, aktua­li­siert mit heu­ti­gem Datum, weder dem ursprüng­li­chen BMF-Schrei­ben vom 6. Novem­ber 2019 (BStBl I 2019, S. 1010) noch dem neu­er­li­chen BMF-Schrei­ben vom 18. August 2020 ent­ge­gen steht, (wei­ter­hin) unein­ge­schränkt gilt und an der bis­he­ri­gen Ver­fah­rens­wei­se fest­zu­hal­ten ist.”

Wei­te­re Informationen

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